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Atterberg-Grenzen in Herford: Präzise Konsistenzbestimmung nach DIN

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Herford liegt an der Werre, und die Aueböden in Flussnähe enthalten oft wechsellagernde Schluffe und Tone mit schwankenden Wassergehalten. Wer hier baut, muss die Konsistenz des Baugrunds genau verstehen, bevor die erste Baggerschaufel ansetzt. Die Atterberg-Grenzen – Fließgrenze und Ausrollgrenze – liefern dem Planer diese Basis. Unser Labor im Raum Herford führt die Prüfung routiniert nach DIN 18122 durch und liefert die Plastizitätszahl, mit der sich die Tragfähigkeit und das Schrumpfverhalten bindiger Schichten zuverlässig einstufen lassen. Bei Auelehm mit organischen Beimengungen reicht eine reine Korngrößenanalyse oft nicht aus; erst die Konsistenzgrenzen zeigen, ob der Boden unter Last plastisch nachgibt oder stabil bleibt.

Die Plastizitätszahl Ip ist der kleinste Wert mit der größten Aussage über das Verformungsverhalten bindiger Böden in Herford.

Vorgehen und Leistungsumfang

Ein typischer Fall aus dem Herforder Westen: Ein Streifenfundament auf Lösslehm. Die Vorerkundung zeigt weiche Konsistenz, aber der Bauherr will keine Tiefgründung. Wir fahren die komplette Zustandsgrenzen-Bestimmung – Fließgrenze mit dem Gerät nach Casagrande, Ausrollgrenze per Hand auf der Glasplatte. Das Ergebnis: wL=42 %, wP=18 %, Ip=24 %. Ein mittelplastischer Ton. Damit war klar: Bodenaustausch in 80 cm Tiefe plus eine lastverteilende Bodenplatte reichen aus. Die Prüfung läuft bei uns in Serie: Trocknung bei 60 °C, Einwaage auf 0,01 g, vier Einzelversuche pro Grenze. Jeder Schritt dokumentiert, jeder Messwert rückverfolgbar. Der Zeitaufwand beträgt drei Werktage ab Probeneingang, inklusive Wassergehaltsbestimmung und Plastizitätsdiagramm nach DIN EN ISO 14688-2.
Atterberg-Grenzen in Herford: Präzise Konsistenzbestimmung nach DIN
Technisches Referenzbild — Herford

Standortspezifische Faktoren

Die DIN 4020 fordert für bindige Böden zwingend die Angabe der Konsistenz. In Herford mit seinen quartären Talfüllungen aus Ton, Schluff und organischen Linsen ist das kein bürokratischer Akt, sondern geotechnische Notwendigkeit. Ein als „steif“ eingestufter Ton, der in Wahrheit nur knapp über der Ausrollgrenze liegt, wird bei Wasserzutritt innerhalb von Stunden weich. Die Folge: Setzungsdifferenzen, Risse im Mauerwerk, aufwendige Nachgründungen. Wir haben in der Region schon erlebt, dass eine fehlende Atterberg-Prüfung zu einem sechsstelligen Bauschaden führte, weil der Baugrundgutachter die Zustandsform nur augenscheinlich beurteilt hatte. Die Prüfung nach DIN 18122-1 liefert den belastbaren Zahlenwert, den Statiker und Bodengutachter für die Wahl des zulässigen Sohldrucks brauchen. Bei Böden mit Ip > 30 % empfehlen wir zusätzlich die Bestimmung der Schrumpfgrenze.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Fließgrenze wLBestimmung mit Casagrande-Gerät, 4 Messpunkte
Ausrollgrenze wPHandrollmethode auf Glasplatte
Plastizitätszahl IpBerechnung: Ip = wL – wP
Konsistenzzahl IcAuf Wunsch mit natürlichem Wassergehalt
Trocknungstemperatur60 °C ± 5 °C, Ofentrocknung
Normative GrundlageDIN 18122-1 und -2
Bearbeitungszeit3–5 Werktage ab Probeneingang
Probeneinwaage0,01 g Genauigkeit, rückverfolgbar

Verwandte Dienstleistungen

01

Korngrößenverteilung nach DIN EN ISO 17892-4

Kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse für den Feinkornanteil. Zusammen mit den Atterberg-Grenzen ergibt sich die vollständige Bodenklassifikation nach DIN 18196.

02

Wassergehalt und Glühverlust

Natürlicher Wassergehalt nach DIN EN ISO 17892-1 als Ergänzung zur Konsistenzzahl Ic. Glühverlust bei organisch verdächtigen Proben.

Maßgebliche Normen

DIN 18122-1: Zustandsgrenzen (Konsistenzgrenzen) – Teil 1: Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze, DIN 18122-2: Zustandsgrenzen – Teil 2: Bestimmung der Schrumpfgrenze, DIN EN ISO 14688-2: Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke

Häufig gestellte Fragen

Was kosten die Atterberg-Grenzen für eine Bodenprobe aus Herford?

Die Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze liegt bei €60 – €90 pro Probe, abhängig von der Probenanzahl und ob die Schrumpfgrenze zusätzlich gefordert wird. Bei Serien ab fünf Proben geben wir Staffelpreise.

Wie läuft die Probenahme für die Atterberg-Grenzen ab?

Sie entnehmen eine gestörte Probe von etwa 500 g aus der gewünschten Tiefe, luftdicht verpackt im PE-Beutel. Die Probe muss feucht bleiben – vorgetrocknetes Material verfälscht die Ausrollgrenze. Unser Labor in Herford stellt auf Wunsch Probenahmekits bereit.

Warum sind die Atterberg-Grenzen für den Baugrund in Herford so wichtig?

Herford liegt im Werretal mit teils organischen, teils tonigen Ablagerungen. Die Konsistenz schwankt stark mit dem Grundwasserstand. Die Atterberg-Grenzen zeigen dem Statiker, ob der Boden bei Belastung plastisch fließt oder stabil bleibt – das entscheidet über Gründungstiefe und Bodenaustausch.

Was ist der Unterschied zwischen Fließgrenze und Ausrollgrenze?

Die Fließgrenze wL bezeichnet den Wassergehalt, bei dem der Boden vom plastischen in den flüssigen Zustand übergeht – gemessen mit dem Casagrande-Gerät. Die Ausrollgrenze wP ist der Wassergehalt, bei dem der Boden von der plastischen in die halbfeste Konsistenz wechselt, bestimmt durch Ausrollen von Röllchen. Die Differenz ergibt die Plastizitätszahl Ip.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Herford und Umgebung.

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