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Korngrößenanalyse in Herford: Präzise Siebung und Hydrometer für Ihren Baugrund

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Wenn der Rüttelsieb in unserem geotechnischen Labor in Herford anläuft, beginnt für jeden Baugrund eine unmissverständliche Aussage über seine Eignung. Die Korngrößenanalyse, also die maschinelle Trennung der Kornfraktionen durch Siebung und die anschließende Sedimentation im Aräometer, schafft Klarheit, wo der bloße Augenschein trügt. Gerade die heterogenen Böden im Ravensberger Hügelland, die von Lösslehm über Geschiebemergel bis zu den sandigen Werre-Ablagerungen reichen, verlangen diese gestufte Analytik. Unser Prüfverfahren nach DIN EN ISO 17892-4 liefert die Kornverteilungskurve, die als steife Kenngröße in jede Standsicherheits- und Versickerungsberechnung einfließt. Wer in Herford auf der sicheren Seite stehen will, lässt die Tragschicht nicht nur abschätzen, sondern durch die Sieblinie belegen.

Die Sieblinie ist kein bürokratisches Anhängsel, sondern der numerische Fingerabdruck eines Bodens – in Herford mit seinen wechselhaften Quartärablagerungen unverzichtbar für jede Gründung.

Vorgehen und Leistungsumfang

Ein typischer Fehler, den wir bei Bauvorhaben in Herford immer wieder beobachten: Der Planer verlässt sich auf eine alte Baugrundakte oder eine einzige Sondierung und unterstellt eine homogene Kiessandlinie, die in Wirklichkeit gar nicht durchgehend ansteht. Die Korngrößenanalyse deckt solche Fehlannahmen auf, indem sie den Ungleichförmigkeitsgrad Cu und den Krümmungswert Cc rechnerisch bestimmt. Erst diese Kennwerte entscheiden, ob ein Material als filterstabil gilt oder ob Feinanteile unter hydraulischem Gradienten ausgewaschen werden. Ergänzend zur Sieblinie setzen wir die Atterberg-Grenzen ein, wenn der Feinkornanteil eine bindige Komponente vermuten lässt, und kombinieren die Analyse bei tiefgründigen Aufschlüssen mit der SPT-Bohrung, um die Lagerungsdichte mit der Kornverteilung zu korrelieren. So entsteht ein geschlossenes Bild, das weder der Prüfstatiker noch die Wasserbehörde hinterfragen.
Korngrößenanalyse in Herford: Präzise Siebung und Hydrometer für Ihren Baugrund
Technisches Referenzbild — Herford

Standortspezifische Faktoren

Die DIN 4020 und der Eurocode 7 (DIN EN 1997-2:2010) stellen die Korngrößenanalyse in den Rang einer geotechnischen Pflichtuntersuchung, sobald die Baumaßnahme in den Baugrund eingreift. In Herford spitzt sich diese normative Forderung zu, weil das Werretal und die angrenzenden Niederungen immer wieder organische Einschaltungen und Auelehme aufweisen, die bei unzureichender Analytik als tragfähiger Sand fehlinterpretiert werden. Eine nicht erkannte Feinkornlinse kann unter Fundamentlast konsolidieren und Setzungsdifferenzen erzeugen, die keine Ringbalkenbewehrung mehr auffängt. Ebenso kritisch wird es bei Versickerungsanlagen: Erreicht der Durchlässigkeitsbeiwert, abgeleitet aus der Sieblinie nach Beyer oder Hazen, nicht den geforderten kf-Wert, droht der Rückstau in der Rigole und im schlimmsten Fall die behördliche Abnahmeversagung. Die Analyse ist daher kein akademischer Selbstzweck, sondern versicherungstechnisch und wasserrechtlich das Rückgrat jeder Baugrundbeurteilung.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Prüfnorm SiebungDIN EN ISO 17892-4
Prüfnorm HydrometerDIN ISO 11277 (Köhn-Pipette)
Korngrößenbereich Siebung63 μm – 125 mm
Korngrößenbereich Aräometer0,6 μm – 63 μm
Ungleichförmigkeitsgrad Cud60 / d10 (≤5 gleichförmig)
Krümungszahl Cc(d30)² / (d60 × d10)
Probenmenge Mindestmasse0,5 kg (Feinboden) – 20 kg (Grobkies)
AkkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025 (DAkkS-akkreditiert)

Verwandte Dienstleistungen

01

Klassische Siebanalyse (Trocken- und Nasssiebung)

Wir sieben Ihre gestörte Bodenprobe durch einen genormten Siebsatz von 0,063 mm bis 125 mm und ermitteln die Massenanteile jeder Fraktion. Die Trockensiebung kommt bei rolligen, nichtbindigen Böden zum Einsatz, während wir bei feinkornhaltigen Proben die Nasssiebung vorschalten, um Kornverklebungen zuverlässig aufzulösen.

02

Aräometeranalyse (Sedimentationsverfahren)

Für die Fraktion kleiner 63 µm setzen wir das Aräometer nach Casagrande ein und werten die zeitabhängige Dichteänderung der Suspension aus. In Kombination mit der Sieblinie erhalten Sie eine geschlossene Kornsummenkurve, die eine lückenlose Klassifikation nach DIN 18196 erlaubt – entscheidend für die Frostempfindlichkeit und den Kapillaraufstieg.

Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 17892-4: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 4: Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18123: Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN EN 1997-2:2010 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Korngrößenanalyse im Labor in Herford?

Für eine kombinierte Sieb- und Aräometeranalyse liegen die Kosten je nach Probenaufbereitung und Feinanteil zwischen 100 € und 180 € netto pro Einzelprobe. Der exakte Betrag hängt davon ab, ob wir die Probe vorher trocknen, Fremdstoffe aussortieren oder eine organische Vorprobe durchführen müssen.

Reicht für den Baugrund in Herford die reine Siebanalyse ohne Hydrometer?

Nur wenn der Boden augenscheinlich frei von Feinanteilen unter 63 µm ist, was im Herforder Stadtgebiet selten der Fall ist. Sobald die Werre-Aue oder Lössschleier anstehen, empfehlen wir zwingend die Aräometeranalyse, weil schon geringe Schluff- und Tonbeimengungen die Frostempfindlichkeitsklasse von F1 auf F3 springen lassen können – mit erheblichen Konsequenzen für den Straßen- und Wegeunterbau.

Welche Bodenklassen nach DIN 18196 lassen sich mit der Analyse bestimmen?

Die Kornsummenkurve in Verbindung mit den Konsistenzgrenzen ermöglicht die eindeutige Einstufung in die Haupt- und Untergruppen – von GE (enggestufter Kies) über SU (ausgeprägt abgestufter Sand-Schluff) bis zu TL (leicht plastischer Ton). Für die Ausschreibung nach VOB/C ist diese Klassifikation bindend und nur mit einer vollständigen Laboranalyse rechtssicher zu führen.

Wie viel Probenmaterial muss ich für die Analyse bereitstellen?

Bei feinkörnigen Böden reichen 0,5 kg, während bei grobkiesigen Proben mit einem Größtkorn über 20 mm bis zu 20 kg nötig sind, damit die Sieblinie statistisch repräsentativ bleibt. Unser Probenehmer kommt vor Ort, entnimmt gestörte Sackproben aus dem Aushub oder aus dem Bohrgut und sorgt für die unverfälschte Verpackung bis ins Labor.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Herford und Umgebung. Mehr Info.

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