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Schürfgruben und Sondierbohrungen in Herford: Gezielte Baugrunderkundung für Ihr Projekt

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die Bodenverhältnisse in Herford sind geprägt vom Wechsel zwischen Lösslehmauflagen über Geschiebemergel und den tiefgründig verwitterten Tonsteinen des Jura. Dazwischen schieben sich immer wieder sandige Einschaltungen und Auenlehme der Werre, die bei Erkundungsarbeiten für Überraschungen sorgen können. Eine Schürfgrube liefert hier den unverstellten Einblick in den Schichtaufbau – kein Bohrkern, sondern die offene Profilwand. Gerade bei beengten innerstädtischen Grundstücken oder Hanglagen am Stuckenberg entscheiden oft Zentimeter über die Gründungstiefe. Unsere Sondierbohrungen ergänzen den Aufschluss dort, wo die Tiefe der Schürfgrube nicht mehr ausreicht oder der Grundwasserleiter der Werre erreicht wird.

Ein Schurf in Herfords Lösslehmdecke kann innerhalb von zwei Metern drei verschiedene Konsistenzen aufschließen – steif, weich und breiig.

Vorgehen und Leistungsumfang

Im Herforder Stadtgebiet treffen wir regelmäßig auf stark vorbelastete Geschiebemergel mit eingelagerten Findlingen, die den Baggeraushub erschweren. Eine Sondierbohrung bringt dann Klarheit über die tatsächliche Mächtigkeit dieser Schicht, bevor der Meißel aufgibt. Für die Bestimmung der Tragfähigkeit des anstehenden Baugrunds kombinieren wir den Aufschluss oft mit dem Plattendruckversuch direkt an der Schürfgrubensohle – so erhalten Sie in einem Arbeitsgang Profil und Verformungsmodul. Die Klassifikation der entnommenen Bodenproben erfolgt im akkreditierten Labor nach DIN EN ISO 17892, ergänzt durch die Korngrößenanalyse bei wechselnden Sand- und Schluffgehalten, wie sie für die Terrassenkiese der Werreaue typisch sind. Unsere Dokumentation erfüllt die Vorgaben der DIN 4023 für Baugrund- und Bohrprofile und liefert belastbare Kennwerte für den rechnerischen Nachweis.
Schürfgruben und Sondierbohrungen in Herford: Gezielte Baugrunderkundung für Ihr Projekt
Technisches Referenzbild — Herford

Standortspezifische Faktoren

Herford verzeichnete 2023 rund 67.000 Einwohner und eine rege Bautätigkeit entlang der Werreauen. Das Tückische an diesen Auenstandorten ist der jahrhundertealte anthropogene Einfluss: Verfüllte Altarme, mittelalterliche Abfallgruben oder nicht dokumentierte Auffüllungen aus der Nachkriegszeit durchziehen den Untergrund. Eine reine Ramm- oder Drucksondierung liefert nur Widerstandswerte, aber kein Bild. Erst die Schürfgrube offenbart Ziegelbruch, Holzkohle oder organische Beimengungen, die bei der Flachgründung zum Problem werden. In den Hangbereichen des Stuckenbergs wiederum muss die Verwitterungszone des Tonsteins exakt erfasst werden – verwechselt man angewitterten Fels mit intaktem, steht die Standsicherheit auf dem Spiel. Unsere Erkundung minimiert dieses Restrisiko durch gezielte Probenahme und Laborversuche.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Schürftiefe (Bagger)bis 4,5 m (abfallende Böschung)
Sondierbohrung Durchmesser80 – 300 mm (Greifer/Spiralbohrer)
ProbenentnahmeGestörte Güteklasse 3-4, ungestört Güteklasse 1-2
ProfildokumentationDIN 4023, Fotodokumentation Pflicht
GrundwasserbeobachtungPegelausbau DN 50 nach DIN 4094
Arbeitsraumbreitemin. 1,5 m (Bagger), 2,0 m (Bohrgerät)

Verwandte Dienstleistungen

01

Baggerschurf mit Profilaufnahme

Herstellung von Schürfgruben bis 4,5 m Tiefe mit mobiler Hydraulik. Inklusive detaillierter Schichtansprache durch Geotechniker, Fotodokumentation und Entnahme gestörter sowie ungestörter Proben für das Labor.

02

Sondierbohrung mit Kleinbohrgerät

Bohrdurchmesser 80-200 mm in beengten Arbeitsräumen. Einsatz von Spiral- und Greiferbohrern für rolligen und bindigen Boden. Optional mit Grundwassermessstellenausbau nach DIN 4094.

03

Kombinierte Erkundung und Feldversuche

Direkt an der Schürfgrubensohle führen wir Plattendruckversuche oder Rahmenscherversuche durch, um die Bodenkennwerte in-situ zu validieren. Spart Zeit und reduziert die Probenstreuung.

Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22475-1:2021, DIN 4023:2006-02, DIN EN ISO 17892, DIN 4094-1, DIN 1054:2021

Häufig gestellte Fragen

Wann ist eine Schürfgrube einer Bohrung vorzuziehen?

Immer dann, wenn die visuelle Beurteilung des Schichtverbandes entscheidend ist – etwa bei Verdacht auf Auffüllungen, bei der Suche nach alten Fundamentresten oder wenn ungestörte Proben in Blockform entnommen werden müssen. In Herfords innerstädtischen Altlastverdachtsflächen ist der Schurf das Mittel der Wahl, weil er Hohlräume und Fremdstoffe direkt zeigt.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Schürfgrube in Herford rechnen?

Für eine maschinelle Schürfgrube mit vollständiger Profilaufnahme durch unseren Geotechniker, Fotodokumentation und Probenahme bewegen sich die Kosten je nach Tiefe und Zugänglichkeit zwischen €470 und €650. Bei beengten Innenstadtgrundstücken oder notwendigem Verbau kann der Aufwand steigen.

Wie tief können Sie mit einer Sondierbohrung in Herford gehen?

Mit unserem Kleinbohrgerät erreichen wir im Lockergestein Tiefen bis 15 Meter, im verwitterten Tonstein des Unterjura bei Bedarf auch mehr. Entscheidend ist der Durchmesser: Für Grundwassermessstellen ab 5 Zoll muss der Bohrlochdurchmesser entsprechend größer gewählt werden.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Herford und Umgebung.

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