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Triaxialversuch in Herford: Scherfestigkeit verlässlich bestimmen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Wenn in Herford ein Bauvorhaben auf bindigen Böden oder Schichten mit wechselnder Konsistenz ansteht, reichen einfache Kennwerte oft nicht aus. Im Labor sehen wir regelmäßig Proben aus dem Werre-Tal und den Hanglagen zum Ravensberger Hügelland, deren Tragverhalten sich nur mit einem mehraxialen Spannungsansatz wirklich erfassen lässt. Der Triaxialversuch liefert genau das: Reibungswinkel und Kohäsion unter kontrollierten Drainagebedingungen. Ohne diese Parameter bleibt jede Standsicherheitsberechnung eine grobe Schätzung. Unser Team führt konsolidierte und nicht konsolidierte Versuche nach DIN 18137‑2 durch, abgestimmt auf die tatsächliche Einbausituation vor Ort. Für Projekte, die zusätzliche Aufschlüsse im Feld erfordern, kombinieren wir den Versuch mit einer Sondierung mittels CPT, um den Schichtaufbau lückenlos zu dokumentieren.

Ein Triaxialversuch liefert nicht nur eine Zahl, sondern die zwei entscheidenden Kenngrößen für den Bruchzustand: wirksame Kohäsion und Reibungswinkel.

Vorgehen und Leistungsumfang

Die Baugrundverhältnisse in Herford unterscheiden sich schon auf kurzer Distanz deutlich: In der Radewiger Feldmark stehen dichte Geschiebemergel an, während im Bereich der Innenstadt und entlang der Aa oft weiche Auenlehme dominieren. Diese örtlichen Unterschiede machen eine pauschale Annahme von Scherparametern unmöglich. Der Triaxialversuch erlaubt es, das tatsächliche Bruchverhalten der entnommenen Probe zu bestimmen – und zwar für den maßgebenden Lastfall. Wir variieren Seitendruck und Porenwasserdruck so, dass das Ergebnis exakt zur geplanten Gründungstiefe passt. Aus den Mohrschen Spannungskreisen lesen wir die wirksame Kohäsion c' und den Reibungswinkel φ' ab – zwei Werte, die in jedem Baugrundgutachten den Unterschied zwischen einer sicheren und einer riskanten Bemessung ausmachen.
Triaxialversuch in Herford: Scherfestigkeit verlässlich bestimmen
Technisches Referenzbild — Herford

Standortspezifische Faktoren

Die DIN 4020 verlangt für jede geotechnische Kategorie ab GK 2 eine direkte Bestimmung der Scherfestigkeit, sobald die Standsicherheit rechnerisch nachzuweisen ist. In Herford wird das besonders relevant, weil viele Bauflächen in den Talauen der Werre liegen, wo weiche Tone und Schluffe bereits bei geringer Zusatzbelastung plastische Verformungen zeigen. Ein unzutreffend hoher Reibungswinkel aus einer einfachen Rahmenscherung kann hier zu einer gefährlichen Überschätzung der Tragfähigkeit führen. Der Triaxialversuch bildet den Spannungszustand im Boden wirklichkeitsnah ab – mit definiertem Seitendruck und kontrolliertem Porenwasserdruck. Gerade bei Baugruben neben bestehenden Gebäuden, etwa entlang der Umgehungsstraße, entscheidet diese Genauigkeit über die Sicherheit des Verbaus und die Verformungsprognose.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
NormverfahrenDIN 18137‑2 :2011‑04
Probekörper-Durchmesser50 mm / 71 mm / 100 mm
Konsolidierungszustandkonsolidiert (CU, CD) / nicht konsolidiert (UU)
Sättigungsgradvollgesättigt / teilgesättigt
Axial-Dehnungsgeschwindigkeit0,01–1,0 mm/min
Erfasste Parameterc', φ', cu, φu, Eu, Spannungs-Dehnungs-Kurve
ProbenlagerungFeuchtraum bei 20 °C bis Versuchsbeginn

Verwandte Dienstleistungen

01

CU-Triaxialversuch (konsolidiert, undrainiert)

Der konsolidierte undrainierte Versuch nach DIN 18137‑2 liefert die wirksamen Scherparameter c' und φ'. Er wird bei bindigen Böden angewandt, wenn die Lastaufbringung langsam genug erfolgt, um einen Porenwasserüberdruck abzubauen, die Bruchphase aber so schnell eintritt, dass kein Wasser entweichen kann. Typisch für Dammaufstandsflächen und Gründungspolster.

02

UU-Triaxialversuch (nicht konsolidiert, undrainiert)

Der unkonsolidierte undrainierte Versuch ermittelt die totale Kohäsion cu und den totalen Reibungswinkel φu. Er bildet den kurzfristigen Lastfall ab, bei dem weder Konsolidierung noch Drainage stattfinden. Dieser Versuch ist maßgebend für die Anfangsstandfestigkeit von Baugrubenböschungen und den sofortigen Zustand nach einer Schüttung.

Maßgebliche Normen

DIN 18137‑2:2011‑04 – Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Bestimmung der Scherfestigkeit – Teil 2: Triaxialversuch, DIN 4020:2010‑12 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 17892‑8:2018 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Teil 8: Triaxialversuch

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Herford und Umgebung.

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