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Geotechnische Baugrubenüberwachung in Herford – messtechnische Begleitung von Tiefbauprojekten

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Die Werre durchzieht Herford auf einer Länge von rund 12 Kilometern und prägt zusammen mit den quartären Talfüllungen die anspruchsvolle Baugrundsituation im Stadtgebiet. Bei einer Geländehöhe zwischen 62 und 89 Metern ü. NHN treffen wir im Herforder Becken häufig auf Wechsellagerungen aus Sanden, Kiesen und bindigen Auensedimenten, deren Steifigkeit oft schon auf kurzer Distanz stark variiert. Eine zuverlässige geotechnische Baugrubenüberwachung muss genau diese kleinräumige Heterogenität erfassen, denn der Grundwasserflurabstand schwankt hier jahreszeitlich bedingt und reagiert empfindlich auf Hochwasserereignisse der Werre. Unser messtechnisches Monitoring kombiniert geodätische Verfahren mit inklinometrischen und extensometrischen Sensoren, sodass selbst minimale Verschiebungen im Verbau oder an der Geländeoberkante frühzeitig erkannt werden. Gerade im innerstädtischen Bereich, wo Baugruben oft weniger als drei Meter an Bestandsgebäude heranrücken, liefert diese kontinuierliche Überwachung die Entscheidungsgrundlage für eventuelle Stützmaßnahmen oder Anpassungen des Aushubkonzepts.

Ein messtechnisch begleitetes Aushubkonzept reduziert das Risiko ungeplanter Bauverzögerungen in den setzungsempfindlichen Auelehmen Herfords um bis zu 40 Prozent.

Vorgehen und Leistungsumfang

Im Herforder Untergrund zeigt uns die Praxis regelmäßig, dass die Übergangszonen zwischen den sandig-kiesigen Terrassenkörpern und den tonig-schluffigen Auelehmen besonders sensibel auf Spannungsumlagerungen reagieren. Genau hier entstehen bei unzureichender messtechnischer Begleitung Setzungsmulden, die sich auf angrenzende Bebauung übertragen können. Unser Überwachungskonzept sieht deshalb eine gestaffelte Instrumentierung vor: Inklinometerketten hinter der Verbauwand dokumentieren die Biegeverformung des Trägerbohlwands, während Präzisionsschlauchwaagen die Setzungsentwicklung an der Oberfläche mit einer Auflösung von 0,1 Millimetern erfassen. Ergänzend setzen wir piezometrische Sonden ein, um den Porenwasserdruck im umgebenden Boden zu überwachen – eine Maßnahme, die bei den in Herford verbreiteten gespannten Grundwasserverhältnissen unverzichtbar ist. Die gewonnenen Daten gleichen wir kontinuierlich mit dem Standsicherheitsnachweis nach DIN 4123:2013 ab und ermöglichen so einen Soll-Ist-Vergleich, der das rechnerische Modell validiert. Bei Bedarf kombinieren wir die Baugrubenüberwachung mit einem CPT-Versuch zur Verdichtungskontrolle in der Aushubsohle.
Geotechnische Baugrubenüberwachung in Herford – messtechnische Begleitung von Tiefbauprojekten
Technisches Referenzbild — Herford

Standortspezifische Faktoren

Niederschläge im Winterhalbjahr und die Hochwasserneigung der Werre stellen für jede Baugrubenüberwachung in Herford ein doppeltes hydraulisches Risiko dar. Steigt der Grundwasserspiegel innerhalb weniger Stunden um mehr als 1,5 Meter an – ein Szenario, das bei langanhaltendem Starkregen im Ravensberger Hügelland durchaus eintreten kann –, erhöht sich der Auftriebsdruck unter der Baugrubensohle schlagartig. Ohne kontinuierliche Piezometerüberwachung bleibt dieser Effekt bis zum sichtbaren hydraulischen Grundbruch verborgen. Ein zweiter kritischer Faktor ist die Setzungsdynamik der bis zu sechs Meter mächtigen Auelehme: Unter zyklischer Austrocknung und Wiederbefeuchtung quellen und schrumpfen diese bindigen Böden, was die Messergebnisse der Setzungspegel ohne fachgerechte Trendbereinigung unbrauchbar machen kann. Unser Team filtert solche saisonalen Artefakte heraus und interpretiert die Messreihen vor dem Hintergrund der lokalen hydrogeologischen Ganglinien des Kreises Herford.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Überwachungsintervall (Standard)täglich bis wöchentlich, tageszeitabhängig
Inklinometermessgenauigkeit±0,25 mm/m (Vertikalinklinometer)
Schlauchwaagenauflösung0,1 mm bei 50 m Messstrecke
Piezometer-Messbereich0 – 500 kPa Porenwasserdruck
Extensometer-Dehnungsauflösung≤1 µm/m
DatenfernübertragungGSM/GPRS mit 15-Minuten-Takt
Alarmschwellenlogikdreistufig nach DIN 4123:2013
Dokumentationsformatdigitale Messprotokolle mit Ampelsystem

Verwandte Dienstleistungen

01

Inklinometer- und Extensometermessung

Kontinuierliche Erfassung horizontaler und vertikaler Verformungen im Verbau und am Baugrubenrand mit automatischer Grenzwertüberwachung.

02

Piezometrisches Grundwassermonitoring

Erfassung des Porenwasserdrucks und der Grundwasserstandsentwicklung mit Datenlogger und Fernalarmierung bei Schwellenwertüberschreitung.

03

Geodätische Setzungs- und Neigungsmessung

Präzisionsnivellement und Tachymetrie an Messbolzen benachbarter Gebäude zur lückenlosen Dokumentation baubedingter Deformationen.

04

Beweissicherung und messtechnische Begutachtung

Fotodokumentation, Rissmonitoring und gutachterliche Bewertung des Bauzustands vor, während und nach der Aushubphase.

Maßgebliche Normen

DIN 4123:2013 – Ausschachtungen, Gründungen und Unterfangungen im Bereich bestehender Gebäude, DIN EN 1997-1:2014 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DGGT-Empfehlung Nr. 4 – Messtechnische Überwachung von Baugruben

Häufig gestellte Fragen

Welche Messintervalle sind bei der Baugrubenüberwachung in Herford üblich?

Wir staffeln die Intervalle risikobasiert: In der Aushubphase und bei Grundwasserabsenkung messen wir täglich, bei kritischen Nachbargebäuden sogar zweimal pro Tag. Sobald die Endtiefe erreicht ist und die Messwerte über zwei Wochen stabil bleiben, reduzieren wir auf einen zweitäglichen bis wöchentlichen Rhythmus. Die Alarmierung läuft unabhängig vom Intervall permanent.

Wie schnell kann das Messteam in Herford vor Ort sein?

Unser Fahrzeug mit der mobilen Messeinheit ist in Herford stationiert und erreicht jede Baustelle im Stadtgebiet innerhalb von 45 Minuten. Für die Erstinstallation der Instrumentierung benötigen wir etwa einen halben Tag Vorlauf, die Alarmreaktionszeit bei Schwellenwertüberschreitung beträgt maximal zwei Stunden.

Mit welchen Kosten muss ich für eine geotechnische Baugrubenüberwachung rechnen?

Die Kosten hängen von der Anzahl der Messquerschnitte und der Dauer der Überwachung ab. Für eine innerstädtische Baugrube mit drei Messprofilen und einer Laufzeit von vier Wochen bewegen sich die Honorare in Herford zwischen 860 und 2.220 Euro, inklusive wöchentlicher Messberichte und digitaler Datenbereitstellung.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Herford und Umgebung. Mehr Info.

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