Die Werre durchzieht Herford auf einer Länge von rund 12 Kilometern und prägt zusammen mit den quartären Talfüllungen die anspruchsvolle Baugrundsituation im Stadtgebiet. Bei einer Geländehöhe zwischen 62 und 89 Metern ü. NHN treffen wir im Herforder Becken häufig auf Wechsellagerungen aus Sanden, Kiesen und bindigen Auensedimenten, deren Steifigkeit oft schon auf kurzer Distanz stark variiert. Eine zuverlässige geotechnische Baugrubenüberwachung muss genau diese kleinräumige Heterogenität erfassen, denn der Grundwasserflurabstand schwankt hier jahreszeitlich bedingt und reagiert empfindlich auf Hochwasserereignisse der Werre. Unser messtechnisches Monitoring kombiniert geodätische Verfahren mit inklinometrischen und extensometrischen Sensoren, sodass selbst minimale Verschiebungen im Verbau oder an der Geländeoberkante frühzeitig erkannt werden. Gerade im innerstädtischen Bereich, wo Baugruben oft weniger als drei Meter an Bestandsgebäude heranrücken, liefert diese kontinuierliche Überwachung die Entscheidungsgrundlage für eventuelle Stützmaßnahmen oder Anpassungen des Aushubkonzepts.
Ein messtechnisch begleitetes Aushubkonzept reduziert das Risiko ungeplanter Bauverzögerungen in den setzungsempfindlichen Auelehmen Herfords um bis zu 40 Prozent.
