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Elektrische Widerstandsmessung (VES) in Herford – Baugrund verstehen, bevor Sie bauen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Zwischen dem hochwassergefährdeten Werre-Tal mit seinen organischen Auelehmen und den sandig-mergeligen Kuppen des Stuckenbergs liegen in Herford oft nur wenige hundert Meter – aber geotechnisch trennen diese Bereiche Welten. Während am Hang kompakter Geschiebemergel ansteht, finden sich in der Niederung mächtige, wassergesättigte Torf- und Faulschlammschichten, die unter Bauwerkslast stark setzen. Die elektrische Widerstandsmessung, genauer die vertikale elektrische Sondierung (VES), bildet diese Wechsellagerungen zerstörungsfrei ab und zeigt, wo eine Korngrößenanalyse an gestörten Proben die geophysikalische Erkundung sinnvoll ergänzt. In Herford setzen wir das Verfahren gezielt ein, um laterale und vertikale Inhomogenitäten zu erfassen, bevor eine Bohrkampagne oder ein Aushub beginnt.

Ein Sprung von 10 auf 80 Ohm·m in drei Metern Tiefe entscheidet in Herford über Flachgründung oder Tiefgründung.

Vorgehen und Leistungsumfang

Die DIN 18134 verlangt für die Bestimmung des spezifischen elektrischen Bodenwiderstands reproduzierbare Messbedingungen – in Herford ist das wegen der stark schwankenden Grundwasserstände entlang der Werre eine echte Herausforderung. Wir arbeiten mit einer 4-Punkt-Anordnung nach Wenner und Schlumberger, die Auflösungen bis in 30 Meter Tiefe liefert. Entscheidend ist die Kalibrierung gegen lokale Bohrprofile: Nur so lassen sich Widerstandssprünge von 10 Ohm·m im Torf von Übergängen um 80 Ohm·m in sandigen Lagen sicher interpretieren. Unser Messequipment erfasst den scheinbaren Widerstand mit einer Genauigkeit von ±2 %, und die Auswertesoftware modelliert den Schichtaufbau iterativ. Diese Kombination aus präziser Feldmessung und kalibrierter Inversion liefert Profile, auf denen die Gründungsplanung in Herford aufbauen kann.
Elektrische Widerstandsmessung (VES) in Herford – Baugrund verstehen, bevor Sie bauen
Technisches Referenzbild — Herford

Standortspezifische Faktoren

Der häufigste Fehler in Herford ist, das VES-Profil als alleinige Grundlage für eine Gründungsempfehlung zu nehmen, ohne den gemessenen Widerstand gegen eine bodenmechanische Kalibrierung abzugleichen. Organische Weichschichten und gesättigte Sande können ähnliche Widerstandswerte liefern, aber völlig unterschiedliche Steifemoduln und Reibungswinkel aufweisen. Wer hier nur mit geophysikalischen Daten plant, riskiert Setzungsdifferenzen im Bauwerk oder unerwartete Auftriebsprobleme im Baugrubenverbau. Wir kombinieren die elektrische Widerstandsmessung deshalb grundsätzlich mit mindestens einer Erkundungsbohrung oder einem Drucksondierungspunkt – so wird aus einem geophysikalischen Indiz ein belastbarer Baugrundkennwert. Das Akkreditierungszertifikat unseres Labors nach DIN EN ISO 17025 belegt, dass diese Kalibrierung unter kontrollierten Bedingungen erfolgt.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
MessverfahrenWenner / Schlumberger 4-Punkt
Maximale Erkundungstiefe30 m (abhängig von Auslage)
Messgenauigkeit scheinb. Widerstand±2 % vom Messwert
Auflösung lateraler Grenzenca. 0,5 × Elektrodenabstand
Typische Bodenwiderstände Herford10–15 Ohm·m (Torf) / 50–90 Ohm·m (Sand, Mergel)
Normative GrundlageDIN 18134
DatenausgabeSchichtmodell, Iso-Widerstandsprofile, 2D-Tomogramm
Erforderliche ZusatzinformationKalibrierbohrung oder SPT-Profil empfohlen

Verwandte Dienstleistungen

01

VES-Messkampagne Werre-Aue

Vertikale Sondierung mit Auslagen bis 100 m, optimiert für Torf- und Auelehmprofile. Inklusive Inversionsmodell und Schichtgrenzenkarte.

02

Kombinierte 2D-Widerstandstomografie

Hochauflösende Lateralschnitte für Trassenplanung und Kanalbau. Erfasst alte Flussrinnen und anthropogene Auffüllungen.

03

Kalibrierprofil Geoelektrik–Bohrung

Abgleich der VES-Daten mit Rammkernsondierungen oder Drucksonden, Erstellung synthetischer Widerstandsprofile.

04

Baugrundgutachten mit geophysikalischem Anteil

Integration der Widerstandsmessung in das geotechnische Gesamtgutachten nach DIN 4020, mit Homogenbereichen und Gründungsmatrix.

Maßgebliche Normen

DIN 18134 (Baugrund – Versuche und Versuchsgeräte – Plattendruckversuch), DIN EN ISO 17025 (Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine elektrische Widerstandsmessung / VES in Herford?

Eine Standard-VES mit zwei Auslagen und Basisbericht liegt in Herford zwischen 620 und 910 Euro. Der Endpreis hängt von der Anzahl der Sondierungspunkte, der maximalen Erkundungstiefe und dem Aufwand für die Kalibrierung gegen Bohrungen ab.

Bis in welche Tiefe kann die VES in Herford erkunden?

Mit einer Auslage von 100 Metern erreichen wir Erkundungstiefen um 25 bis 30 Meter. In der Werre-Niederung begrenzt oft ein hochleitfähiger, gesättigter Horizont die Eindringtiefe, was wir bei der Messplanung berücksichtigen.

Warum reicht eine VES allein nicht für die Gründungsplanung?

Die elektrische Widerstandsmessung liefert ein geophysikalisches Modell, keine bodenmechanischen Kennwerte. Erst die Kalibrierung mit einer Bohrung oder Drucksonde erlaubt die Umrechnung in Steifemodul, Reibungswinkel oder Kohäsion. Ohne diesen Schritt bleibt die Aussagekraft begrenzt.

Kann die VES alte Flussrinnen oder Auffüllungen in Herford erkennen?

Ja, die laterale Widerstandsverteilung zeigt alte Werre-Rinnen und anthropogene Auffüllungen als Anomalien. Besonders kombinierte 2D-Profile unterscheiden hier zuverlässig zwischen natürlichen und künstlichen Strukturen im Untergrund.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Herford und Umgebung.

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