Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.
MEHR ERFAHREN →Die Kategorie 'Hänge & Wände' umfasst sämtliche geotechnischen Leistungen zur Sicherung von Geländesprüngen, Böschungen und Stützkonstruktionen. In Herford, einer Stadt mit bewegter Topographie entlang der Werre und des Stuckenbergs, ist die Standsicherheit von Hängen und künstlichen Wänden eine zentrale Voraussetzung für sicheres Bauen. Ob bei der Erschließung von Hanggrundstücken, dem Neubau von Verkehrswegen oder der Sicherung von Baugruben in Hanglage – die fachgerechte Planung und Ausführung dieser Maßnahmen schützt Menschen, Bauwerke und Infrastruktur vor den Folgen von Erosion, Rutschungen oder Versagen von Stützkonstruktionen. Besonders im dicht besiedelten Herford müssen Eingriffe in bestehende Geländeverhältnisse mit minimalen Auswirkungen auf Nachbargrundstücke und öffentliche Flächen realisiert werden. Eine solide geotechnische Begleitung ist hier unverzichtbar, um wirtschaftliche und dauerhafte Lösungen zu gewährleisten.
Die lokale Geologie stellt Planer und ausführende Firmen vor besondere Herausforderungen. Der Untergrund im Herforder Raum wird maßgeblich durch die Wechsellagerungen des Quartärs geprägt: Geschiebemergel, Sande und Kiese aus der Saale-Eiszeit sowie holozäne Auenlehme und -sande im Bereich der Werreaue. Hinzu kommen Löss- und Lösslehmdecken auf den Hochflächen. Diese heterogenen Bodenverhältnisse führen zu stark variierenden Scherfestigkeiten und Wasserdurchlässigkeiten. Insbesondere bindige Böden neigen bei Wasserzutritt zu Konsistenzänderungen und können ihre Standfestigkeit rasch verlieren. Eine detaillierte Erkundung des Baugrunds ist daher vor jeder Hang- oder Stützwandmaßnahme obligatorisch. Nur so lassen sich belastbare Kennwerte für die Bemessung ableiten und die Wahl des geeigneten Sicherungssystems treffen.
Für die Planung und Ausführung von Hangsicherungen und Stützkonstruktionen in Herford ist das deutsche technische Regelwerk maßgebend. Die zentrale Norm ist der Eurocode 7 (DIN EN 1997) mit seinen nationalen Anhängen, ergänzt durch die DIN 1054 für Baugrundsicherheit. Diese Normen legen die Anforderungen an geotechnische Untersuchungen, die Festlegung von Sicherheitsklassen und die Nachweisführung im Grenzzustand der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit fest. Für die Durchführung von Standsicherheitsberechnungen, etwa im Rahmen einer Böschungsstabilitätsanalyse, sind die Normen DIN 4084 (Böschungs- und Geländebruch) sowie die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' (EAB) heranzuziehen. Auch die ZTV E-StB sowie landesrechtliche Vorgaben, wie die Bauordnung NRW, können zusätzliche Auflagen für Bauen in Hanglagen enthalten.
Die Leistungen dieser Kategorie werden für eine Vielzahl von Projekten in Herford benötigt. Dazu zählen die Sicherung von Baugruben für Wohn- und Gewerbebauten an Hanglagen, die Sanierung von rutschgefährdeten Altböschungen entlang von Straßen und Bahntrassen oder die Errichtung von Lärmschutzwällen. Auch die Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich führt häufig zu komplexen Nachbarsituationen, die den Einsatz von Spezialtiefbau erfordern. Eine fachgerechte Stützwandbemessung ist hier das A und O, um dauerhaft standsichere und verformungsarme Konstruktionen zu gewährleisten. Bei beengten Platzverhältnissen oder tiefen Einschnitten kommen zudem rückverankerte Systeme zum Einsatz, deren Tragfähigkeit durch eine präzise aktive/passive Verankerungsbemessung nachgewiesen werden muss. Jedes dieser Projekte erfordert ein individuell abgestimmtes geotechnisches Konzept.
Die Kategorie umfasst alle geotechnischen Planungs- und Sicherungsleistungen für natürliche Geländesprünge und künstliche Stützkonstruktionen. Dazu gehören Standsicherheitsuntersuchungen von Böschungen, die Bemessung von Stützwänden und Verankerungen sowie die Konzeption von Sicherungssystemen, um die dauerhafte Stabilität von Hanglagen und Geländeeinschnitten zu gewährleisten.
Der Herforder Untergrund besteht aus quartären Lockergesteinen wie Geschiebemergel, Sanden und Auenlehmen. Diese heterogenen Schichten weisen stark schwankende Tragfähigkeiten und Wasserdurchlässigkeiten auf. Besonders die bindigen, wasserempfindlichen Böden erfordern eine sorgfältige Erkundung, um realistische Bodenkennwerte für die Standsicherheitsberechnungen zu ermitteln.
Zentral ist der Eurocode 7 (DIN EN 1997) mit dem nationalen Anhang und der ergänzenden DIN 1054. Für Böschungsstabilitätsanalysen gilt die DIN 4084, für Stützkonstruktionen sind die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' (EAB) und die jeweiligen Fachnormen wie die DIN EN 1992 für Betonbauwerke anzuwenden.
Eine Analyse ist immer dann nötig, wenn in bestehendes Gelände eingegriffen wird, etwa durch Abgrabungen oder Aufschüttungen, oder wenn die Standsicherheit vorhandener Hänge nicht offensichtlich gegeben ist. Auch bei Bauvorhaben in Hanglage, der Anlage von Verkehrswegen oder nach Hangrutschungen ist der rechnerische Nachweis der globalen Standsicherheit nach DIN 4084 verpflichtend.