Die Bodenverhältnisse in Herford sind geprägt vom Wechsel zwischen Lösslehmauflagen über Geschiebemergel und den tiefgründig verwitterten Tonsteinen des Jura. Dazwischen schieben sich immer wieder sandige Einschaltungen und Auenlehme der Werre, die bei Erkundungsarbeiten für Überraschungen sorgen können. Eine Schürfgrube liefert hier den unverstellten Einblick in den Schichtaufbau – kein Bohrkern, sondern die offene Profilwand. Gerade bei beengten innerstädtischen Grundstücken oder Hanglagen am Stuckenberg entscheiden oft Zentimeter über die Gründungstiefe. Unsere Sondierbohrungen ergänzen den Aufschluss dort, wo die Tiefe der Schürfgrube nicht mehr ausreicht oder der Grundwasserleiter der Werre erreicht wird.
Ein Schurf in Herfords Lösslehmdecke kann innerhalb von zwei Metern drei verschiedene Konsistenzen aufschließen – steif, weich und breiig.
