In Herford sehen wir im Labor immer wieder den gleichen Fehler: Baugruben werden nach Lehrbuch dimensioniert, aber die lokale Geologie der Werreaue bleibt unberücksichtigt. Die 52 Meter über NHN täuschen ein einfaches Profil vor. Tatsächlich treffen wir hier auf Wechsellagerungen von Auenlehm und Terrassensanden, die bei Wasserzutritt völlig unterschiedlich reagieren. Eine standsichere Baugrube entsteht nicht am Schreibtisch, sondern aus korrekt ermittelten Scherparametern. Wir bereiten die Proben so auf, dass der Statiker nicht rätseln muss, sondern rechnen kann. Unsere Laborergebnisse sind die Basis jeder realistischen geotechnischen Bemessung tiefer Baugruben in der Region.
Ein Baugrubenverbau ist nur so gut wie die Bodenkennwerte, die in die Statik einfließen. Aus dem Labor kommen die Zahlen, die über Standsicherheit entscheiden.
Maßgebliche Normen
DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN 1054:2021-04 (Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau), DIN 4124:2012-01 (Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten), DIN EN ISO 17892 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben)
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenkennwerte brauche ich zwingend für die Bemessung einer tiefen Baugrube in Herford?
Für die Bemessung nach DIN 1054 und EC 7 benötigen Sie mindestens die Wichte, den effektiven Reibungswinkel, die Kohäsion und den Steifemodul jeder anstehenden Bodenschicht. Bei weichen Schichten zusätzlich die undränierte Scherfestigkeit cu, bei Sanden die Lagerungsdichte. Diese Werte liefern wir Ihnen aus gestörten und ungestörten Proben.
Mit welchen Kosten muss ich für die geotechnische Bemessung einer tiefen Baugrube rechnen?
Die Kosten für die geotechnische Bemessung einer tiefen Baugrube in Herford liegen je nach Umfang der Erkundung und Komplexität des Verbaus typischerweise zwischen €1.700 und €7.120. Enthalten sind Baugrunderkundung, Laborversuche und die Aufbereitung der statischen Kennwerte.
Ab welcher Tiefe gilt eine Baugrube in Herford als «tief» und braucht eine besondere Bemessung?
Nach DIN 4124 spricht man ab einer Aushubtiefe von mehr als 5,00 m von einer tiefen Baugrube. In Herford wird es aber oft schon ab 3,50 m kritisch, weil der Grundwasserspiegel in der Werreaue hoch ansteht und die Nachbarbebauung wenig Setzungsreserven hat.